Feldahorn bei Itzling

Von Itzling geht es steil durch einen Hohlweg hinunter ins Ampertal. Dort wird man von einem einstmals mächtigen Feldahorn empfangen. Er hat es in die Website Monumentale Bäume geschafft. Nach Wikipedia war er einer der stärksten Feldahorne Deutschlands. Leider ist von einem der Hauptstämme inzwischen nur noch der Stumpf da.
Der Feldahorn hat in Deutschland viele Bezeichnungen, unter anderem wird oder wurde er auch Maßholder und Maßkeller genannt.

Der Maßholder

„Du wurdest gesehn, Marie,
am Sonntag, ganz in der Früh
mit dem Franz. Was wollt er
von Dir unterm Maßholder?“

„Eine Maßnahme hat er vorgenommen,
direkt an mir, ganz unbeklommen.“
„Was hat er gemessen und wie?
Lass hören, gute Marie!“

„Herr Pfarrer, ich beichte es gern,
und erbitte den Segen des Herrn.
Er kniete vor mir nieder
und vermaß mein Mieder.“

„Das ist vermessen, Marie,
dass der Franz dich misst so früh.
Deine Buße sei, bevor ich`s vergesse,
sonntäglicher Besuch in meiner Messe.“

28. April 2021

Steckbrief

Bezeichnung

Feldahorn - Acer campestre

Beschreibung

  • Einzelbaum
  • ursprünglich 3-stämmiger Baum
  • Stammumfang des stärksten Stammes in 130 cm Höhe, 324 cm (das entspricht einem Durchmesser von 103 cm)
  • Stammumfang in der Taille zwischen Verzweigung und Boden in 75 cm Höhe: 398 cm
  • Baumhöhe: ca. 17 m
  • Kronenbreite: ca. 16 m
  • lichte Höhe: ca. 2,5 m
  • Kronenform: unregelmäßig
  • Alter (berechnet): rund 190 (150 bis 240) Jahre, demnach steht der Baum seit etwa 1820 an dieser Stelle

Lebensraum

  • Restfläche
  • hängiges Gelände
  • an einer Straße
  • Einrichtungen: Sitzbank, Vogelhäuschen

Standort

  • bei Itzling (am südlichen Rand des Ampertals)
  • Gemeinde Freising
  • Lkr. Freising, Bayern
  • Koordinaten: 48.4403, 11.7350

Risiken

  • eine versiegelte Fläche ist etwa 2 m entfernt
  • keine regelmäßig bearbeiteten Flächen oder sonstige Störungen in Stammnähe
  • erkannte Schäden: Fäulnis, Pilzbefall im Holz, einer der ursprünglich drei Stämme ist abgesägt


erhoben am 19. September 2020


Mitteilung von Tony Maier, Itzling: um 2010 brach der inzwischen abgesägte Stamm, vermutlich aus Altersschwäche. Die große Schnittfläche ist für den Baum natürlich eine Belastung, trotz des Schwammbefalls im abgeschnittenen Stumpf kann er aber noch einige Jahrzehnte leben.

Nach einer anderen Quelle soll ein Blitzschlag den Verlust des Astes verursacht haben.


Bei Wikipedia findet man ein Bild, wie der Baum im August 2008 mit seinen 3 Stämmen ausgesehen hat. Er wird dort mit einem Stammumfang von 360 cm als einer der stärksten Feldahorne Deutschlands bezeichnet (Abb. 1).

Abb. 1: Bild bei Wikipedia vom Baum im Zustand von August 2008 (30)
Abb. 2: der Baum im Juni 2013 (Foto: Friedrich Keydel, Zolling)