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Starker Baum der Woche

Ab 15.04.2024 werden die Starken Bäume jeweils auf der Seite des nächstgelegenen Flurbaums vorgestellt. 
Dort wandern demnächst auch die hier vorgestellten Bäume hin. Ausnahme: die Starken Bäume im Stadtgebiet von Freising und die im Kranzberger Forst einschließlich Weltwald werden auf einer eigenen Seite vorgestellt.
Updates finden weiterhin (angestrebt) an jedem Sonntag statt solange der Vorrat reicht.
Hinweise hierzu gibt es wie bisher im Tagebuch.

34. Prächtige Hybridtanne

14. April 2024

Die Prächtige Hybridtanne (Abies x insignis) ist eine Kreuzung aus der Spanischen und der Nordmanntanne. Die blaugrünen Nadeln ähneln denen der Spanischen Tanne, sind aber länger. Ihre Wuchsform und die kräftige Nadelfarbe machen sie zu einem Blickfang. Erstmals wurde diese Hybridisierung um 1850 in einer Baumschule in Bulguéville, Frankreich, beobachtet, wo beide Ursprungsarten nebeneinander standen. Diese Kreuzung ist selten. (130). 

Die Prächtige Hybridtanne in Freising hat einen Stammumfang von 3,08 m und ist rund 34 m hoch. Sie dürfte gut 70 Jahre alt sein. Im Sichtungsgarten Weihenstephan hat dieser von weitem auffallende Baum kein Namensschild, weil die Art nicht überliefert ist. 

Leider ist der Baum nicht so prächtig, wie sein Name verspricht und es auf den ersten Blick scheint. Dem benachbarten Laubbaum wurde bei der Kronenausbreitung offensichtlich der Vorzug eingeräumt, die Äste der Tanne fehlen auf einer Seite nahezu vollständig. Das Baumprofil ist deshalb nicht von allen Seiten so vorteilhaft wie auf dem Bild hier.

Die Bestimmung der Art und die Abgrenzung zu Vilmorins Tanne (Abies x vilmorinii) erfolgte nach Christian (130) und Böhlmann (131).

Koordinaten: 48.40088, 11.7275


33. Ahornblättrige Platane

07. April 2024

Die Ahornblättrige Platane steht im Weltwald (Kranzberger Forst) nördlich der Kirche in der Wüstung Oberberghausen. Eine Platane ist zumindest in unseren Wäldern ein sehr seltener Baum. Wie kommt sie mitten in den Wald von Oberberghausen, dem heutigen Weltwald? 

Bis 1883 wurde diese Fläche noch landwirtschaftlich genutzt. Zwischen dem Standort der Platane und dem Kirchlein stand der Kellhammer Hof, eines von vier Anwesen in diesem Weiler. Es ist nicht klar, warum die etwa 30 Dorfbewohner den Ort verließen, ob es wirtschaftliche Not oder Druck der Obrigkeit war.

Die damalige Forstverwaltung schuf jedenfalls umgehend an dieser Stelle ein Versuchsgut, auf dem die für die Körbemacher wichtige Weidenkultur gefördert werden sollte. Dies fand damals zumindest für kurze Zeit sogar weltweite Beachtung. 

Die anfängliche Euphorie verflog allerdings bald und um 1900 verlegte das Versuchsgut seine Aktivitäten auf die Prüfung ausländischer Baumarten für den Wald, aber auch für Gärten und Parks. 

Aus dieser Zeit stammen die im Kranzberger Forst wachsenden "Altexoten": Douglasien, Stroben, Tulpenbäume, Lebensbäume Scheinzypressen, Amur-Korkbäume und eben auch Platanen. (129)

Diese Ahornblättrige Platane hat einen Stammumfang von gut 3 m und ist etwa 30 m hoch. Angesichts ihrer bekannten Historie dürfte sie rund 125 Jahre alt sein. Wie der Name sagt, trägt sie Blätter, die dem Berg- oder Spitzahorn ähneln. Die camouflage-artige Borke ist platanentypisch.

Die anfängliche Euphorie verflog allerdings bald und um 1900 verlegte das Versuchsgut seine Aktivitäten auf die Prüfung ausländischer Baumarten für den Wald, aber auch für Gärten und Parks.

Aus dieser Zeit stammen die im Kranzberger Forst wachsenden "Altexoten": Douglasien, Stroben, Tulpenbäume, Lebensbäume Scheinzypressen, Amur-Korkbäume und eben auch Platanen. (129)

Diese Ahornblättrige Platane hat einen Stammumfang von gut 3 m und ist etwa 30 m hoch. Angesichts ihrer bekannten Historie dürfte sie rund 125 Jahre alt sein. Wie der Name sagt, trägt sie Blätter, die dem Berg- oder Spitzahorn ähneln. Die camouflage-artige Borke ist platanentypisch.

Koordinaten: 48.4144, 11.6666


32. Weißdorn bei Günzenhausen

01. April 2024

Der dickere Stamm dieses zweistämmigen Weißdorn-Baums hat einen Umfang von immerhin 1,42 m. Der Baum ist 14 m hoch, seine Krone rund 8 m breit. Er ist Bestandteil einer gepflanzten Hecke, die heute den Saum eines Gehölzes bildet. 

Dass der Weißdorn schon Mitte März in Vollblüte steht, hängt sicher mit den im Zuge der Klimaänderung relativ hohen Temperaturen zusammen.

Bei uns gibt es den Eingriffeligen und den Zweigriffeligen Weißdorn. Meist findet man bei uns den Erstgenannten. So auch hier. Dass es darüber hinaus wie bei vielen Gehölzarten eine Fülle von Bastarden gibt, also Kreuzungen von Arten mit den unterschiedlichsten Elternanteilen, lasse ich außer Acht.

Bei uns gibt es den Eingriffeligen und den Zweigriffeligen Weißdorn. Meist findet man bei uns den Erstgenannten. So auch hier. Dass es darüber hinaus wie bei vielen Gehölzarten eine Fülle von Bastarden gibt, also Kreuzungen von Arten mit den unterschiedlichsten Elternanteilen, lasse ich außer Acht.

Koordinaten: 48.3264, 11.5896


31. Silberahorn in Freising-Weihenstephan

24. März 2024

Der größte Silberahorn im Landkreis Freising steht im Hofgarten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Mit seinem Stammumfang von 6,05 m übertrifft er sogar den deutschen Champion Tree dieser Art. Seine beiden Stämme laden weit aus und tragen eine Krone, die mit 18 m so breit wie hoch ist. Der Baum dürfte um 1900 gepflanzt worden sein.

Wie die Rotesche stammt auch der Silberahorn aus Nordamerika und trägt dort wie jene im Herbst zur charakteristisch bunten Herbstfärbung der Wälder bei. 

Aus diesem Grund ist der Silberahorn bei uns hauptsächlich als Zierbaum in Gärten und Parks zu finden. Die silbrig-graue Blattunterseite gab ihm seinen deutschen Namen.

Wie beim Zuckerahorn (Acer saccharum) wird auch der im Frühling aufsteigende Saft des Silberahorns (Acer saccharinum) gewonnen und in seiner Heimat als Ahornsirup über die Pancakes verteilt. Der Baum blüht bereits ab Februar in dichten, roten Büscheln und ist ein wichtiger Wirtsbaum für Bienen und andere Insekten in dieser Jahreszeit.

Koordinaten: 48.39502, 11.73083


30. Berliner Lorbeerpappel in Freising-Weihenstephan

17. März 2024

Eine Allee aus rund 20 Berliner Lorbeerpappeln begleitet die Trasse der früheren Straße auf den Weihenstephaner Berg. Einige davon verstecken sich im oberen Bereich inzwischen in einem Hölzchen. Die Pappeln wurden vor gut 100 Jahren gepflanzt. Heute ist die Straße ein Grünstreifen, den ein großer Granitstein schmückt. Die Allee wird in letzter Zeit gepflegt, ausgefallene Bäume wurden ersetzt, allerdings nicht mit der Berliner Lorbeerpappel. 

Das Exemplar dieser Allee mit dem größten Stammumfang misst 5,65 m. Es steht in der Allee von unten (Norden) betrachtet an zweiter Stelle rechts (im querformatigen Bild ist es der erste Baum rechts). Mit diesem Stammumfang ist er stärker als der Champion Tree dieser Art in Deutschland. 

Wie bei allen Pappeln der Allee wurden die Hauptäste stark zurück geschnitten. Der Baum ist damit rund 21 m hoch. 

Die Artbestimmung entnehme ich der Website der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Dort wird - allerdings für andere Exemplare dieser Allee - diese Art angegeben (124).

In der Allee stehen mindestens noch zwei weitere Berliner Lorbeerpappeln mit einem Stammumfang von über 5 m (5,05 und 5,38 m habe ich gemessen).

Die Berliner Lorbeerpappel, manchmal wird sie auch einfach Berliner Pappel genannt, ist eine Kreuzung aus der Pyramidenpappel und der Lorbeerblättrigen Pappel. Von der ersten hat sie die schlanke Wuchsform, von der zweiten die ganzrandige Blattform - wie ein Lorbeerblatt eben.

​​​​​Koordinaten: 48.39826, 11.72843

29. Rosskastanie in Hohenbercha

10. März 2024

Im Wirtsgarten des Gasthauses Hörger in Hohenbercha, zwischen Haus und Kinderspielplatz, steht die dickste Rosskastanie im Landkreis Freising. Sie verweist damit den bisherigen Rekordhalter bei Waltershausen auf Platz 2.

Der Stamm teilt sich in 1,60 m Höhe, er hat einen Umfang von 3,99 m (Taille in 70 cm Höhe). Nach den Stürmen im vergangenen Jahr mussten einige Kronäste und der Hauptstamm gekürzt werden, der Baum ist aber immer noch 18 m hoch. 

1888 übernahmen die Vorfahren der heutigen Wirtsfamilie das Gasthaus. Das könnte der Zeitpunkt gewesen sein, an dem die Rosskastanie gepflanzt wurde. Demnach wäre sie rund 140 Jahre alt.

Koordinaten: 48.3895, 11.5726


28. Hängebuche in Freising

03. März 2024

Die stärkste Hängebuche im Landkreis steht zwischen Hof- und Parterregarten in Freising-Weihenstephan. Sie hat einen Stammumfang von 3,23 m und ist damit Champion Tree dieser Art in Bayern. Sie erreicht eine Höhe von etwa 17 m, ihre Krone hat einen Durchmesser von 20 m. Die Hängebuche dürfte etwa 140 Jahre alt sein. 

Koordinaten: 48.3955, 11.7305


27. Gewöhnliche Robinie bei Tünzhausen

25. Februar 2024

Auch die Gewöhnliche Robinie ist ein Neophyt, sie kam um 1600 von Nordamerika nach Europa. Inzwischen ist sie bei uns längst eingebürgert und wird wegen ihrer erfolgreichen Vermehrungsstrategie als invasiv angesehen. Wie Lawsons Scheinzypresse wurde auch diese früher als exotisch angesehene Art gern in Parkanlagen oder neben Denkmalen gepflanzt. 

Die Robinie bei Tünzhausen steht in einer Weggabelung neben einem Feldkreuz. Beides wird von einem Fliederbusch und einer Sitzbank begleitet. Der Baum hat einen Stammumfang von 2,72 m, ist rund 17 m hoch und etwa 100 Jahre alt. Die Borke ist tief gefurcht, wie es sich für eine alte Robinie gehört.

Robinien haben einige auffallende Eigenschaften: als Leguminosen (Hülsenfrüchtler) leben sie in Symbiose mit stickstofffixierenden Bodenbakterien und können sich so, wie z. B. Bohnen, Erbsen und Klee, den Luftstickstoff verfügbar machen.

Ihr Holz ist sehr witterungsbeständig und zur Verwendung im Aussenbereich besser als Eichenholz geeignet. Die Blüten sind reich an Nektar und dienen als Bienenweide.

Koordinaten: 48.4321, 11.6284


26. Lawsons Scheinzypresse bei Griesbach

18. Februar 2024

Die Heimat von Lawsons Scheinzypresse ist die Westküste Nordamerikas. Bei uns ist die Art ein Neophyt, gilt aber inzwischen als eingebürgert. 

Dieses Exemplar steht neben einem Gedenkstein, der an einen tödlich verlaufenen Unfall im Jahr 1908 erinnert: "Zum Andenken an die tugendsame Jungfrau Theres Wolf, Bauerstochter v.  Griesbach, welche am 18. Juli 1908 im 28. L.Jahre Ihren frühen Tod fand durch einen Blitzschlag - Mein Jesus Barmherzigkeit".

Diese damals noch exotische Art wurde in unserer Gegend früher häufig neben Gedenksteinen oder Feldkreuzen gepflanzt. Der Inschrift nach keimte dieses Exemplar von Lawsons Scheinzypresse bei Griebach um 1900 und ist heute rund 125 Jahre alt. 

Der stärkere der beiden Stämme hat einen Umfang von 2,38 m, in der Taille knapp über dem Boden beträgt der Stammumfang über 4 m. 

Damit ist der Baum bayerischer Champion Tree. Er ist rund 21 m hoch.

Koordinaten: 48.3956, 11.6277


25. Bergahorn bei Allershausen

11. Februar 2024

Bis in die 1970er-Jahre war dieser Bergahorn Teil einer Allee entlang der Hauptverbindungsstraße von Allershausen Richtung Süden über Leonhardsbuch nach Fahrenzhausen. Aus der Straße wurde ein Radweg, von der Allee sind noch zwei Bäume übrig geblieben.

Der mit dem dickeren Stamm (3,32 m Umfang) ist auch der dickste mir bekannt Bergahorn im Landkreis. Bayernweit steht er damit immerhin auf Platz 3. Er ist rund 17 m hoch und dürfte etwa 135 Jahre alt sein. Einige Hauptäste wurden abgesägt, möglicherweise wegen der Verkehrssicherheit.

Auf einer Seite ist nahezu die Hälfte seines Wurzelraums durch die Teerdecke versiegelt. 


Auf der anderen Seite wird der Boden jährlich bis nahe an den Stamm hin bearbeitet. Beides hat der Bergahorn bisher ohne erkennbare Schäden toleriert.


Koordinaten: 48.4175, 11.5935


24. Spitzahorn bei Thalhausen

04. Februar 2024

Dieser Spitzahorn steht schon etwa 150 Jahre am Weg vom Ort Thalhausen zu seinem früheren Schloss, dem heutigen Jugendhaus St. Anna. Der Baum ist über 30 m hoch. Sein Stamm hat einen Umfang von 3,45 m und teilt sich in ca. 4 m Höhe in sehr spitzem Winkel, mit Ohrenbildung, der Rindengrat führt bis zum Boden. 

Der Spitzahorn gehört zu den wenigen Baumarten, die weder durch die Klimaänderung noch einen Schaderreger ernsthaft gefährdet sind. Er hat geringe Ansprüche an seine Umwelt und ist deshalb ein steter Begleiter vieler verschiedener Laubwald-Gesellschaften. Sein Laub färbt sich im Herbst gelborange bis karminrot und ist rasch abbaubar. Das alles macht diese Art auch zu einem beliebten Park- und Straßenbaum. 

Der deutsche Champion Tree dieser Art wächst im Stietencronpark von Bad Salzuflen (Stammumfang 5,77 m), der bayerische steht im Kurpark von Bad Windsheim (4,35 m).


Koordinaten: 48.4265, 11.6658


23. Bergulme bei Wolfersdorf

28. Januar 2024

Südlich von Wolfersdorf steht zwischen der Straße und dem Radweg ein Feldkreuz, das von drei Bergulmen bewacht wird. Die etwa 130 Jahre alte Dreiergruppe ist als Naturdenkmal gekennzeichnet. 

Der dem Ort zugewandte Baum ist die stärkste Bergulme des Landkreises, als Champion Tree steht sie bayernweit auf Platz 3. Sie hat einen Stammumfang von 2,89 m und ist rund 17 m hoch. Ein dicker Ast ist mit einem Drahtseil gesichert. Der Stamm hat knollige Verwachsungen. 

Bergulmen haben keine hohen Ansprüche an Boden und Klima und sind deshalb in ganz Europa zu finden. Allerdings sind sie anfällig für den Erreger des Ulmensterbens, einem Schlauchpilz, der alle Ulmenarten, besonders aber die Bergulmen befällt. Viele Bergulmen sind deshalb bereits abgestorben.


Koordinaten: 48.4752, 11.7102

22. Sommerlinde in Haslreuth

21. Januar 2024


Koordinaten: 48.5621, 11.843

Die wohl älteste Sommerlinde im Landkreis steht neben der Straße in Haslreuth, einem Weiler nordwestlich von Hörgertshausen. Ihr Stamm hat einen Umfang von 6,78 m. Der Stamm zwieselt in 4 m Höhe und weist starke Fäulnis auf. Die Kronäste sind gekürzt, vermutlich um den Baum zu entlasten und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Deshalb ist die Linde nur noch ca. 16 m hoch. Ihre Krone wächst aber immer noch weit über das daneben stehende landwirtschaftliche Gebäude. 

Der Baum dürfte deutlich über 300 Jahre alt sein. Er ist vom Amt für Naturschutz und Landesplanung am Landratsamt Freising als Naturdenkmal ausgewiesen. In der Liste der Champion Trees steht die Sommerlinde in Bayern auf Platz 4.

21. Urweltmammutbaum in Freising

14. Januar 2024

Dieser Mammutbaum steht im Sichtungsgarten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf an zentraler Stelle. Er ist ungefähr 25 m hoch. In 50 cm Höhe hat der Stamm einen Umfang von 5,85 m. Der dickste der 4 Stämme misst 3,15 m. 

Diese Art wurde erst um 1935 in China entdeckt und 1948 als neue und einzige noch lebende Art der Gattung Metasequoia beschrieben. Über Boston kamen um 1950 erste Samen an die Universität Hohenheim bei Stuttgart. Die ersten Hohenheimer Sämlinge konnten 1952 ausgepflanzt werden. Heute gibt es in Deutschland nahezu 10.000 Exemplare dieser Baumart. (123)

Ein Schild bei dem Baum nennt als Herkunft Hohenheim und als Pflanzjahr 1960. Demnach dürfte dieser Baum rund 70 Jahre alt sein und zu den ersten Nachkommen der Hohenheimer Sämlinge gehören.

Ein Besuch dieses berühmten Sichtungsgartens ist sehr zu empfehlen.

Koordinaten: 48.4012, 11.7289


20. Schwarzpappel bei Gremertshausen

07. Januar 2024

Die stärkste mir bekannte Schwarzpappel im Landkreis Freising steht bei Gremertshausen (jeweils der größte Baum in den Bildern links). Sie hat einen Stamm mit 4,81 m Umfang und eine Höhe von rund 31 m. Ein Artgenosse mit geringfügig schwächerem Stamm steht daneben.

400 m nördlich von diesen beiden Bäumen steht ein weiteres Schwarzpappel-Paar mitten in einem Acker, also Flurbäume im Sinn dieser Website. Diese vier Pappeln begleiteten bis vor etwa 60 Jahren den Weg nach Schaidenhausen, bevor dieser im Zuge der Flurbereinigung als Betonweg ausgebaut, begradigt und mit einer Baumreihe aus Winterlinden und Spitzahorn begrünt wurde. 

Im Herbst findet man Gallen an den Blattstielen, ein Indiz dafür, dass es sich tatsächlich um Schwarzpappeln und nicht um Kanadische Pappeln handelt. 


Koordinaten: 48.3784, 11.6338


19. Gemeine Fichte bei Oberthalhausen

31. Dezember 2023

Diese Fichte bei Oberthalhausen besteht vermutlich aus zwei Einzelbäumen, die als Sämling oder Setzling dicht nebeneinander standen und im Lauf der Jahre mit zunehmendem Stammumfang bis in ca. 7 m Höhe miteinander verwachsen sind.

Heute bilden sie einen gemeinsamen Stamm mit einem Umfang von 3,99 m. Damit ist dies die stärkste Fichte im Landkreis Freising, bayernweit belegt sie Rang 2. Sie ist über 35 m hoch. Wegen des Doppelstamms dürfte sie nicht so alt sein, wie der Stammumfang vorgibt. Ich schätze ihr Alter auf rund 100 Jahre. 

Möglicherweise wurde diese verwachsene Fichte wegen ihres aus ökonomischer Sicht geringen Wertes bisher von einer Nutzung verschont. Heute steht sie im Weltwald Freising.

​Koordinaten: 48.4115, 11.6671


18. Süntelbuche am Schlangenweg

24. Dezember 2023

Die Süntelbuche am Schlangenweg in Freising ist nur etwa 7 m hoch, ihre Krone ist aber 12 m beit. Ihr Stamm hat einen Umfang von 1,30 m. Das Alter dieser Rotbuchen-Variante ist schwer zu schätzen, sie mag 50 Jahre alt sein. Im Weihenstephaner Sichtungsgarten steht ein ähnlich großes Exemplar.

Wegen ihrer skurrilen Form und Seltenheit ist diese Süntelbuche für mich ein Starker Baum. 

Süntelbuchen sind eine besondere und seltene Form der Rotbuche und nach dem Ort eines Hauptvorkommens im Süntel benannt, einem Mittelgebirgsstock im Weserbergland. 

Es ist immer noch ein Rätsel, was die Rotbuche zur Süntelbuche macht (111). Früher hat man gedacht, es seien verhexte Buchen und hat mancherorts versucht, sie auszurotten. 

Heute könnte man vermuten, dass es sich um eine genetische Variation oder einen Befall von samenübertragbaren Mikroorganismen, zum Beispiel Viren, handelt.

Die sytematische Einordnung der Süntelbuche richtet sich alleine nach der Herkunft des Baums, für mich eine etwas merkwürdige, kaum nachvollziehbare Methode. Nur Herkünfte aus dem niedersächsischen Bergzug Süntel werden Fagus sylvatica var. suentelensis, alle anderen der var. tortuosa zugeordnet. Wo die Süntelbuche am Schlangenweg wohl herkommt? Als Champion Tree in der Tortuosa-Gruppe ist sie die einzige bisher gemeldete Süntelbuche in Bayern und somit auf Platz eins.

Koordinaten: 48.3957, 11.7335


17. Edelkastanie in Freising-Weihenstephan

17. Dezember 2023

Die stärkste Edelkastanie im Landkreis steht etwas versteckt im südöstlichen Eck des Hofgartens auf dem Weihenstephaner Berg. Sie ist rund 20 m hoch, hat einen Stammumfang von 3,42 m und dürfte etwa 140 Jahre sein. 

Die Heimat der Edelkastanien liegt in Südeuropa. In den Lagen der mediterranen Mittelgebirge, die für Getreideanbau ungeeignet sind, waren ihre Früchte, die Maroni, lange Zeit die Nahrungsgrundlage. Die Edelkastanie gab sogar manchen Landschaften ihren Namen ("Chataigneraie" im französischen Zentralmassiv, "Castagniccia" auf Korsika). 

Daneben schätzt man den Baum bis heute als Lieferant für verwitterungsbeständiges Holz und ausgezeichneten Honig.

Bei uns in Deutschland ist die Edelkastanie bereits seit der Römerzeit eingebürgert, vor allem in den wärmeren Lagen der Rheinebene und den angrenzenden Mittelgebirgshängen (Weinregionen). In Südbayern kommt sie eher selten vor. (122)


Koordinaten: 48.3951, 11.7315


16. Hängebirke bei Untergartelshausen

10. Dezember 2023

​Diese Hänge- oder Sandbirke - bei uns meist nur als "Birke" bezeichnet - hat einen Stammumfang von 3,36 m und ist etwa 26 m hoch. Für eine Birke ist das schon sehr ordentlich. Sie belegt damit Platz 1 der bayerischen Champion Trees, bundesweit steht sie damit derzeit auf Platz 5. Birken werden selten älter als 120 Jahre (121). Dieses Exemplar dürfte dieses Alter bereits überschritten haben haben, ist aber noch völlig vital. 

Birken haben einen hohen Lichtbedarf. Auf offenen Flächen, z. B. nach Kahlschlag oder flächenhaftem Windbruch, finden sie deshalb optimale Bedingungen. Hier haben sie wegen ihres raschen Jugendwachstums und ihres geringen Nähstoffbedarfs deutliche Vorteile gegenüber anderen Baumarten. Das macht sie zu einer konkurrenzstarken Pionierbaumart. Im Bestand dagegen gedeihen sie wegen dieser Eigenschaften am besten auf extremen Standorten. (121)

Die frühere, über 50-jährige Nutzung der umgebenden Fläche als Standortübungsplatz hat zu deren Aushagerung geführt und wahrscheinlich auch zum Erhalt dieser schön gewachsenen Birke beigetragen. 

Heute steht die Hängebirke bei Untergartelshausen in einer hügeligen, idyllischen, von Grünland und kleinen Wäldchen geprägten Landschaft. Schafe nutzen den Aufwuchs der mageren, artenreichen Wiesen. Die natürliche Bodenfruchtbarkeit würde auch eine intensivere Bewirtschaftung zulassen. Davon und von allzu großer Freizeitnutzung blieb die im Umfeld von Freising einmalige Ruhe und Lieblichkeit dieser Landschaft bisher zum Glück verschont.

Koordinaten: 48.4273, 11.7257 


15. Silberweide bei Zolling

03. Dezember 2023

Im Ampertal findet man viele alte Silberweiden. Diese mit rund 17 m nicht sehr hohe Silberweide bei Zolling steht allein auf einer Wiese in der Amper-Aue und ist von weitem zu sehen. Doch erst, wenn man wenige Meter vor ihr steht, erkennt man, wie mächtig ihr Stamm ist.

Er hat an seiner schmalsten Stelle einen Umfang von 7,90 m und ist damit die Nummer Eins der Champion Trees in Bayern. Deutschlandweit belegt sie derzeit Platz 9. Der Baum dürfte etwa 150 Jahre alt sein. 

Der zerklüftete und gewundene Stamm ist im unteren Bereich an einigen Stellen bereits zersetzt.

Vor vielen Jahren wurden alle Kronäste in ca. 2 m Höhe entfernt, vielleicht nach einem Astbruch, um den Baum durch Neuaustrieb zu verjüngen und zu stabilisieren. Er hat darauf mit einem Austrieb zahlreicher neuer Äste reagiert, die heute überwiegend einen Durchmesser von 20 bis 30 cm haben. Deshalb wirkt der Baum auch noch aus kurzer Entfernung viel jünger, als der mächtige Stamm ihn ausweist.

Koordinaten: 48.4474, 11.7823

14. Rosskastanie bei Walterskirchen

26. November 2023

Die Rosskastanie bei Walterskirchen ist etwa 21 m hoch und hat einen Stammumfang von 3,84 m. Damit ist sie die zweitstärkste mir bekannte Kastanie im Landkreis. Der Stamm zwieselt in 3 m Höhe und hat dort leichte Ohren ausgebildet. 

Um die Kastanie herum ist ganz schön was los. Sie steht mitten in einem Straßendreieck, unter ihrem Schirm befinden sich eine Bushaltestelle mit Wartehäuschen, sechs Wegweiser, mehrere Straßenschilder, eine Bank, ein gelbes Hinweisschild für eine Gasleitung, ein Abfallkorb, ein Feldkreuz mit Sinnspruch, ein zweiter, kleinerer Baum und ein mehrere Meter hoher Stamm als Rest eines dritten Baums. 

Die auf den Bus wartenden Schulkinder hatten bei meinem Besuch Ende September bereits alle heruntergefallenen Kastanien aufgesammelt.

Koordinate: 48.4662, 11.5607

13. Douglasie im Kranzberger Forst

19. November 2023

Im Kranzberger Forst und in benachbarten Wäldern stehen zahlreiche alte Küsten-Douglasien. Die stärkste, die ich gefunden habe, wächst auf dem Rehbuckel und hat einen Stammumfang von 4,44 m. Sie ist über 50 m hoch. Ihr Alter schätze ich auf rund 130 Jahre, sie hat also etwa um 1890 gekeimt. In der Nähe stehen weitere ähnlich starke Exemplare.

In Bayern gibt es heute nur sehr wenige Douglasien, die vor 1880 gepflanzt wurden. Die ersten ließ Forstrat Bierdimpfel vom Forstamt Freising um 1870 anbauen. Ab 1881 wurden sie auch auf einer Versuchsfläche im Kranzberger Forst (119) gepflanzt. 

Der Douglasie werden von Fachleuten gute Chancen für den künftigen Waldbau unter veränderten klimatischen Bedingungen zugesprochen.

Koordinaten: 48.4087, 11.6532


12. Rotesche bei Aiterbach

12. November 2023

Vor etwa 200 Jahren wurde diese Art nach Deutschland importiert und u. a. als Straßenbaum angepflanzt. Sie ist anspruchslos und kommt mit einer breiten Palette von Umweltbedingungen gut zurecht. Sie ist auch widerstandsfähig gegenüber dem Erreger des Eschentriebsterbens, dem bereits viele Gemeine Eschen zum Opfer gefallen sind. Die Rotesche gilt deshalb als Baum der (Klima-) Zukunft. 

Nach der Roten Liste Bayerns (2005) ist sie bei uns selten. Aufgrund ihrer Eigenschaften kann sie sich aber rasch ausbreiten. 

Die Bilder zeigen die Rotesche bei Aiterbach, links dahinter u. a. eine Gemeine Esche, oben im September 2022, unten im März 2023. Die Art wird bei uns kaum erkannt und meist als Gemeine Esche angesehen. Dabei gibt es einige charakteristische Unterscheidungsmerkmale. Zumindest im Herbst ist sie leicht zu erkennen: im Gegensatz zu ihrer einheimischen Verwandten bekommt sie schon sehr früh leuchtend gelbe Blätter. 

Dieses Gold ihrer Blätter trägt in Nordamerika, wo sie zu Hause ist, zum Leuchten des "Indian Summers" bei.

Heute wird die Art vielerorts als Stadtbaum gepflanzt, allerdings nur männliche Exemplare, um eine unerwünschte Ausbreitung zu verhindern.

Die Rotesche bei Aiterbach ist bayerischer Champion Tree und damit auch die stärkste Rotesche im Landkreis. Sie hat einen Stammumfang von 3,74 m und ist ca. 20 m hoch. Vermutlich wurde sie als Straßenbaum an der früheren Ampertalstraße gepflanzt. Nach deren Begradigung steht sie heute ein wenig abseits neben dem Graben entlang der Straße nach Aiterbach.

Koordinaten: 48.4514, 11.6068


11. Feldahorn bei Itzling

05. November 2023

Der Feldahorn bei Itzling hat es als "Feldahorn bei Haindlfing" bereits zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht, obwohl er näher an Itzling und auch auf Itzlinger Gemarkung steht. Vor gut zehn Jahren hat er einen seiner Hauptäste verloren, ob aus Altersschwäche oder Blitzschlag, da gehen die Erzählungen auseinander.

Der Baum hat einen Stammumfang von 3,26 m und ist ca. 17 m hoch. Er dürfte ungefähr 150 Jahre alt sein. 

Auf der neben ihm stehenden Bank sitzend überblickt man das ganze Ampertal bis nach Palzing. 

Koordinaten: 48.4403, 11.7350


10. Schwarzerle bei Erlau

29. Oktober 2023

Schwarzerlen brauchen Licht und Wasser. Beides findet dieses Exemplar hier auf einer Wiese im Ampertal bei Erlau reichlich.

Der rund 16 m hohe Baum prägt das Landschaftsbild der Amperau. Mit 3,61 m Stammumfang ist dies die stärkste mir bekannte Erle im Landkreis, bayernweit steht sie bei den Champion Trees auf Platz zwei. 

Die Wiese wurde früher als Schafweide genutzt. Um den Baum vor Verbiss zu schützen, hat der Besitzer vor vielen Jahren einen Blechzaun um den Stamm angebracht. Inzwischen hat sich der Stamm ausgedehnt und die Borke hat bereits Teile der Umgrenzung überwachsen.

Etwa 70 m weiter steht eine weitere Baumgruppe aus Schwarzerlen in der Flussau. Ob es um Erlau früher wohl noch mehr Erlen gab und der Ort deshalb so genannt wurde? 

Koordinaten: 48.44, 11.77


9. Kanadische Pappel bei Moos (Zolling)

22. Oktober 2023

Dieser Baum überragt alle anderen Gehölze im Amper-Auwald bei Moos. Sein Stamm hat einen Umfang von 8,24 m. Damit ist er nicht nur die stärkste Pappel, es ist der Baum im Landkreis mit dem größten Stammumfang (soweit mir bekannt).

Die Kanadische Pappel (auch Kanada- oder Hybrid-Pappel) ist eine Kreuzung der (europäischen) Schwarzpappel und der Kanadischen Schwarzpappel (die Bezeichnungen sind leider verwechslungsanfällig). Als Hybride ist sie noch etwas wuchsfreudiger als ihre Eltern.

Pappeln werden bei uns kaum älter als 200 Jahre. Die hier steht direkt neben der Amper, hat also eine sehr gute Wasserversorgung. Sie ist etwa 35 m hoch und geschätzt 140 Jahre alt. 

Diese Kanadische Pappel ist der bayerische Champion Tree seiner Art, bundesweit steht sie auf Platz 2. - Koordinaten: 48.4563, 11.7354

Hinweis von Dr. Friedrich Keydel, Zolling


8. Winterlinde in Erching

15. Oktober 2023

Die wohl älteste Linde im Landkreis ist die Schlosslinde in Erching, einem Ortsteil von Hallbergmoos. Ihr hohler Stamm hat einen Umfang von 749 cm. Einige Äste sind abgestorben, ein starker, tief herausragender Ast wird von einem stabilen Gerüst gestützt. 

Wie die benachbarten Gewässer (Bach, Teich) zeigen, hat die Winterlinde hier einen guten Wasseranschluss. Ihrer Schwester, der Sommerlinde, würde das weniger gut bekommen.  

Die Besitzerin erzählt, dass der Baum beim Bau des Schlosses um 1648 gepflanzt worden sein soll. Demnach wäre der Baum 375 Jahre alt. Das könnte sein, wahrscheinlich ist er aber deutlich jünger. 

Die starke Winterlinde ist als Naturdenkmal ausgewiesen und steht auf Platz 2 ihrer Art der Bayerischen Champion Trees.

Koordinaten: 48.42879, 11.66824


7. Gemeine Esche in Freising

8. Oktober 2023

Am östlichen Rand von Freising steht die stärkste Esche des Landkreises. Sie ist schon ziemlich betagt und mitgenommen. Eine große Stammöffnung bietet Zugang für Pilze und andere Organismen. Der hohle Stamm zeigt auch Hinweise auf menschliche Einwirkungen (Anbringen von Devotionalien, Brandspuren). 

Trotz des für eine Esche sehr hohen Alters von etwa 200 Jahren hat sie nach einem vor einigen Jahren durchgeführten Rückschnitt der Kronäste wieder kräftig ausgetrieben. 

Der Stamm hat einen Umfang von 612 cm. Die Esche ist öffentlich zugänglich. Koordinaten: 48.3907, 11.7699


6. Rotbuche in Thalhausen

1. Oktober 2023

Die etwa 100-jährige Buche ist über 30 m hoch. Sie hat einen starken Stamm mit einem Umfang von 406 cm.  

Der Stamm teilt sich in gut 2 m Höhe in zwei Stämme. Eine tiefe Rinne verläuft von dort bis herunter zum Boden, ein Rindengrat. Er deutet darauf hin, dass die Verzweigung bereits in jungen Jahren in Bodennähe stattfand. Möglicherweise keimten an der Stelle auch zwei Bucheckern, deren Stämme mit zunehmendem Dickenwachstum immer höher zu einem einzigen Stamm verschmolzen.

Der spitze Winkel der Stammverzweigung ist ein Schwachpunkt dieses Baumes, der bei starker Belastung, zum Beispiel bei Sturm, zum Bruch an dieser Stelle führen kann. 

Die starke Buche ist nicht sehr fotogen, sie versteckt sich im Gehölz am Rande des Jugend-Zeltplatzes von Thalhausen, ist aber vom vorbeiführenden Weg aus gut zu bestaunen.

Koordinaten: 48.42879, 11.66824


5. Stieleiche in Rohregg

24. September 2023

Die stärkste Stieleiche im Landkreis ist auch eine der schönsten. Sie steht in der Hallertau auf einem Pferdehof. Ihrem Stammumfang von 670 cm nach könnte sie bald 400 Jahre alt sein. Sie hat eine gleichmäßig ausgebildete kuppelförmige Krone und ist etwa 24 m hoch. Die zwei Hauptäste teilen sich in spitzem Winkel in über 4 m Höhe auf, ein Rindengrat führt bis zum Boden. Die Sommerunwetter in der Gegend haben dem Baum ein paar Äste gekostet. Seine Vitalität ist dadurch nicht beeinträchtigt.

Die Besitzerin erzählt, dass bei einem 2012 durchgeführten Wettbewerb im Landkreis ihre Eiche den dritten Platz belegt hat, Siegerin war die Eiche bei Aiterbach, die es heute leider nicht mehr gibt.