Die (ehemals) dickste Eiche im Landkreis Freising

Die dickste Eiche im Landkreis Freising wurde am Neujahrstag 2018 zum wiederholten Mal in Brand gesetzt, das Sturmtief Burglind gab ihr zwei Tage später den Rest. Aus dem Holz entstand eine Skulptur. 300 m vom Standort des zerstörten Baums entfernt blieb ihre kleinere Schwester zurück.

August 2015: die Stieleiche bei Aiterbach - ehemals die dickste Eiche im Landkreis Freising (Quelle: Rainer Lippert: Monumentale Eichen) (43)


Im Jahr 2011, dem von den Vereinten Nationen erklärten Internationalem Jahr der Wälder, wurde die Stieleiche bei Aiterbach im Wettbewerb "Die dickste Eiche im Landkreis Freising" zur Siegerin erklärt. Der Stamm des Baums hatte damals einen Umfang von 675 cm (58). Er war vital und wuchs immer noch, 2015 wurde ein Stammumfang von 692 cm gemessen (23). Der Baum soll rund 500 Jahre alt gewesen sein. 

Abb. 4: "Panta Rhei - alles fließt", Ansicht von Westen

Im Oktober 2017 hinterließ ein starker Herbststurm einen tiefen Riss im dicken Stamm. 

Am Neujahrstag 2018 musste nachts die Feuerwehr ausrücken, weil 5 m hohe Flammen aus dem ausgehöhlten Stamm schlugen. Eine natürliche Ursache für den Brand schloss der Feuerwehr-Kommandant aus. Es war nicht das erste Mal, dass Feuer am Stamm gelegt wurde.

Zwei Tage später konnte der geschwächte Baum dem von Tief Burglind entfachten Sturm nicht mehr standhalten. Der dickste Baum im Landkreis Freising brach in zwei Teile. (58

Abb. 5: "Panta Rhei - alles fließt", Ansicht von Osten

Aus einem der Hauptäste fertigte der Bildhauer Wolfgang Fritz die Skulptur "Panta Rhei - alles fließt". Sie steht in Allershausen auf dem Gelände der 2020 neu gestalteten Glonnterrassen (Abb. 4-6).

Abb. 6: Glonnterrassen in Allershausen


Die Stieleiche war die große Schwester des Baums, der auf unserer Flurbaum-Website den Namen Stieleiche bei Aiterbach übernommen hat und etwa 300 m südöstlich vom Standort des alten Baums steht.

Rudolf Rippel